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GfS Gesellschaft für Sozialarbeit e.V. im Paritätischen Wohlfahrtsverband

Kommunikation optimieren und körperliche Arbeitsbelastungen senken - so will die Bielefelder Gesellschaft für Sozialarbeit ihre Mitarbeitenden in der ambulanten Hilfe entlasten

Die Gesellschaft für Sozialarbeit (GfS) ist in Bielefeld eine der wichtigsten Einrichtungen in den Arbeitsfeldern Sozialarbeit und Sozialpädagogik, psychosozialer Beratung, Pflege und Versorgung. Sie beschäftigt über dreihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In dem Teilbereich "Individueller Service für Menschen mit Behinderungen" (ISB) arbeiten 118 Frauen und Männer. Sie unterstützen ihre Kunden dabei, ein möglichst hohes Maß an Selbstbestimmung zu erhalten. Sie assistieren bei den täglichen Verrichtungen und helfen im Haushalt oder in der Pflege. Bei Bedarf begleiten sie Menschen mit Behinderungen auch in ihrer Freizeit, in der Ausbildung oder im Beruf.

Zentrales Thema: Kommunikation

"Wir arbeiten bei den Kunden oft allein, dadurch fehlt uns der tägliche Austausch mit den Kolleginnen", bemängeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kommunikation mit Kunden und auch die Kommunikation untereinander ist daher ein zentrales Thema. "Ein rascher und reibungsloser Informationsfluss ist für uns sehr wichtig", so Angelika Wünnerke, Abteilungsleiterin Ambulante Dienste. Das Feld der Kommunikation ist eng verzahnt mit einer zunehmenden Arbeitsverdichtung und damit auch Arbeitsbelastung. Um das Thema aktiv zu gestalten, haben Einsatzleitung und Behindertenassistenten zwei unterschiedliche Arbeitsgruppen gebildet, die durch das Projekt demoBiB begleitet werden. Zunächst identifizieren die Beteiligten ihre eigenen Ressourcen und Potenziale.

Abbau psychischer und physischer Belastungen

Ein weiteres Thema ist die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Beschäftigten. So wird beispielsweise der Einsatz von Hilfsmitteln bei besonders schwer erkrankten Kunden von den Mitarbeitenden des ISB immer wieder angesprochen. Unterstützend wird im Bereich ISB eine Altersstrukturanalyse durchgeführt. Das Instrument "DemografieKompass" zeigt dabei, wo im Unternehmen Handlungsbedarf entsteht. Auf dem Arbeitsmarkt steigt schon heute die Anzahl älterer Beschäftigter, während es zukünftig immer weniger junge Nachwuchskräfte geben wird. Ziel ist es, die arbeitsorganisatorischen Strukturen zu verbessern und dadurch einen Abbau psychischer wie physischer Belastung der Beschäftigten zu erreichen. Die gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeit erhält die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden und verringert die Mitarbeiterfluktuation. Denn gerade der pflegende und betreuende Arbeitsbereich gewinnt durch stabile persönliche Beziehungen zu den Kunden an Qualität.

Die im Rahmen des Projekts demoBiB erarbeiteten Lösungsvorschläge für den ISB will die Gesellschaft für Sozialarbeit später auf andere Unternehmensbereiche übertragen, um das Unternehmen langfristig fit für die Folgen des demografischen Wandels zu machen.

 

Weitere Informationen über die GfS Gesellschaft für Sozialarbeit e.V. finden Sie unter http://www.gfs-bielefeld.de/